Heizungswasser kontinuerliche aufbereiten

Boost für Betriebssicherheit und Energieeffizienz - Kontinuierliche Heizwasseraufbereitung und wann sie sich lohnt

Veolia Water Technologies
von Veolia Water Technologies
04 Mai 2026
2 Minuten Lesezeit
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    Teilstromverfahren im Bypass: Beim Thema Heizwasseraufbereitung nach VDI 2035 bzw. AGFW FW 510 ist das der Goldstandard. Einen Schritt weiter in punkto Betriebssicherheit und Energieeffizienz geht die kontinuierliche Heizwasseraufbereitung. Am besten mit einem flexiblen System. Wann und warum das sinnvoll ist und welche Vorteile es bietet erfahren Sie in diesem Factsheet.

    Welche Normen gelten und warum ist das wichtig? 

    Die VDI 2035 und das Arbeitsblatt AGFW FW 510 regeln die Wasserqualität verbindlich. Im Klartext: Wenn die Heizung ausfällt und die Wasserqualität nicht stimmt, sind Planer, Installateure oder Betreiber haftbar und gegebenenfalls schadenersatzpflichtig.
    Auch Kesselhersteller fordern die Einhaltung der Normen und machen teils noch strengere Vorgaben. Halten Sie diese Werte nicht ein, erlischt die Gewährleistung. 

    Was ist kontinuierliche Heizwasseraufbereitung?

    Im Unterschied zur punktuellen Teilstromaufbereitung mit mobilen Systemen oder VD-Kartuschen wird die Heizwasserqualität nicht einmalig eingestellt. Stattdessen überprüfen moderne System die Qualität in regelmäßigen Abständen und starten – falls nötig – die Aufbereitung im Teilstromverfahren mit Bypass. Ganz einfach im laufenden Betrieb. Dabei kommen in der Regel fest verbaute Anlagen mit unterschiedlichen Graden der Flexibilität und Automatisierung zum Einsatz. 

    4 Gründe, warum sich kontinuierliche und flexible Aufbereitung lohnen kann:

    1. Heizungswasser bleibt nicht immer gleich

    Auch wenn das Heizwasser vor Inbetriebnahme normgerecht aufbereitet wurde, kann sich die Qualität im Zeitverlauf verändern und Korrosion und Steinbildung begünstigen. Heizsysteme und Wärmenetze sind wie ein organisches System, das zahlreichen Einflüssen unterliegt. Ein paar Beispiele:

    Gasdurchlässige Bauteile und unerkannte Schäden: Hier können Luftsauerstoff und Bakterien ins System gelangen, was Sauerstoff- oder sogar Kohlensäurekorrosion ermöglichen kann. Materialmix im System: (z.B. Stahl, Kunststoff, Aluminium, Gusseisen…) reagieren miteinander und begünstigen Korrosion
    Ergänzungswasser: Nachspeisungen mit nicht aufbereitetem Stadtwasser verringert meist die Heizwasserqualität. Es erreicht nicht mehr die geforderten Werte. (Sauerstoff-)Korrosion sowie Steinbildung können die Folge sein.
    Korrosion: zieht häufig Magnetitablagerungen nach sich, die – ähnlich wie Steinbildung – Filter und Wärmetauscher verstopft und zu Folgeschäden und Effizienzverlusten führt.
    Ein flexibles System kann auf jeden dieser Mängel reagieren und stellt die optimale Heizwasserqualität wieder her bevor Schäden entstehen. Die BerkeSELECT-Reihe verwendet Beispielsweise Aufbereitungsbeutel für Enthärtung, Entsalzung, Alkalisierung oder Filtration.

        2. Optimale Qualität, kleinere Heizkosten

    Zu hartes Wasser oder Korrosion führen zu Ablagerungen von Kalk oder Magnetit, was Schäden verursacht und den Wärmeübertrag in verschiedenen Bauteilen weniger effizient macht. Ein Beispiel: bei Ablagerungen an den Wärmetauschern führt bereits ein Millimeter Härtebelag zu einem Energie-Mehraufwand von 10 bis 15 %. Durch laufende Überwachung und Aufbereitung im Mängelfall bleibt die Heizwasserqualität immer im optimalen Bereich. So vermeiden Sie Ablagerungen und sparen Energiekosten.


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          3. Automatische Dokumentation

    VDI 2025 und AGFW FW 510 fordern neben der Einhaltung bestimmter Grenzwerte auch eine regelmäßige Dokumentation der Heizwasserqualität und Nachspeisemenge: Das führen eines Anlagenbuches. Im Schadensfall schützt diese Dokumentation vor Schadenersatzforderungen und erhält außerdem Gewährleistungsansprüche gegenüber dem Kesselhersteller. 
    Bei einer kontinuierlichen Aufbereitung prüfen Sie das Heizwasser regelmäßig, was eine lückenlose Dokumentation ermöglicht. Moderne Systeme speichern diese Daten sowie alle wichtigen Betriebswerte laufend und vollautomatisch. Diese Werte gelten als digitales Anlagenbuch.

         4.  Zustandsüberwachung und vorrausschauende Wartung

    Wie erwähnt zeichnen moderne Systeme laufend alle wichtigen Betriebsdaten auf. Diese dienen als digitales Anlagenbuch, lassen sich allerdings auch für Zustandsüberwachung und vorrausschauende Wartung nutzen. Beispielsweise über eine Schnittstelle zur Gebäudeleittechnik, SPS-Steuerung oder drahtlos per LTE-Modem.  

    Zusammenfassend

    Moderne Anlagen zur kontinuierlichen Heizwasseraufbereitung am Beispiel der BerkeSELECT-Reihe:

    • Überwachen die Heizwasserqualität laufend
    • Arbeiten flexibel um Heizwasser je nach Art des Mangels aufzubereiten
    • Speisen aufbereitetes Wasser nach
    • Dokumentieren Wasserqualität, Nachspeisemengen und Betriebsdaten laufend und digital
    • Leiten Daten an eine Cloud, Gebäudeleittechnik oder SPS-Steuerung und ermöglichen so Zustandsüberwachung und vorrausschauende Wartung
    • Bonuspunkte: Intuitive Benutzerführung erleichtert die Bedienung

    Damit gewinnen Sie:

    • Mehr Zuverlässigkeit
    • Mehr Effizienz 🡪 geringere Energiekosten
    • Geringere Wartungsaufwände
    • Längeres Anlagenleben
    • Höhere Betriebssicherheit
    • Vermeidung von Haftung
    • Aufrechterhalten von Gewährleistungsansprüchen

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